Fest des Heiligen Dominikus

Heute feiern wir, wie die anderen Dominikaner/-innenklöster, das Fest unseres Ordensgründers. Es findet zwar wegen der Corona-Pandemie in kleinerem Rahmen mit wenige Gästen statt, aber wir haben uns geistlich vorbereitet in einem einfachen Triduum mit täglicher Anbetung und mit Texten über den Heiligen.

Jetzt freuen wir uns auf die Heilige Messe mit P. Thomas Augustinus Schuster O.P.

Auf dem Weg zum Himmel…

Es waren einmal viele Tiere auf dem Weg zum Himmel. Ein Weiser mit dem gleichen Ziele schloss sich ihnen an und frug sie der Reihe nach nach ihrem Leben.

Da zählte ein Fuchs seine Abenteuer auf, ein Eichhörnchen berichtete von seinem beweglichen Dasein, ein Hahn tat sich groß mit seinen Pflichten, ein Regenwurm murmelte dunkle Dinge und ein Floh wusste viel Menschliches.

Als es aber an der Eidechse war zu reden, schwieg sie.

Der Weise wartete, die Eidechse schwieg, der Weise gab ihr gute Worte, die Eidechse schwieg. Der Weise bot seine ganze Weisheit auf, die Eidechse schwieg noch immer.

Schließlich, als sie schon dem Himmel nahe waren, züngelte sie ein bisschen, blinzelte einmal und sagte:

„Ich habe mich gesonnt.“

(Hellmut von Cube)

Religiös sein…

…heißt nicht unklug, engstirnig, eitel, ängstlich, antriebslos, feige, fortschrittsfeindlich, gönnerhaft, selbstgerecht, makellos, rührselig, harmlos, einfallslos, erstarrt.

Religiös denkt, wer gründlich denkt. Wer bis zum Grund zu denken wagt, wird Gott entdecken können.

von Martin Gutl (aus „Frühschicht – Spätschicht“, Manfred Frigger, Herder-Verlag)

Der Heilige Geist ist bunt…

Der Heilige Geist ist ein bunter Vogel. Er ist da, wo einer den anderen trägt.Der Heilige Geist ist da, wo die Welt bunt ist, wo das Denken bunt ist, wo das Denken und Reden und Leben gut ist. Der Heilige Geist lässt sich nicht einsperren in katholische Käfige, nicht in evangelische Käfige. Der Heilige Geist ist spontan, ist bunt, sehr bunt, und er duldet keine Uniformen. Er liebt die Phantasie, er liebt das Unberechenbare, er ist selbst unberechenbar.

Von Wilhelm Willms

Freuden in stiller Zeit

Während der Coronavirus unter den Menschen wütet, freut sich die Natur und blüht und pfeift und quakt mehr denn je. Oder haben wir nun offenere Augen und Ohren? Es gibt immer was zu entdecken in unserem Garten.

Im Klostergarten tut sich was…

Enten und andere Vögel fühlen sich tierisch wohl in unserem Garten…

Ruhezeit mal ganz anders

Zeit zum Nachdenken – ohne zu grübeln.

Zeit für mein Hobby – ohne die anderen Menschen zu vergessen.

Zeit für die Natur – ohne sie auszubeuten.

Zeit für mich – ohne egoistisch um mich selber zu kreisen…

Zeit für die Freundschaft mit Gott – mit Wahrhaftigkeit und Herz.