Typisch

Eine ältere Frau kauft sich im Schnellrestaurant eine Suppe. Sie trägt den dampfenden Teller an einen der Stehtische und hängt ihre Handtasche darunter. Dann geht sie noch einmal zur Theke, um einen Löffel zu holen.

Als sie zurückkehrt, sieht sie am Tisch einen dunkelhaarigen Mann, der ihre Suppe löffelt. „Typisch Ausländer! Was fällt denn dem ein?“, denkt die Frau empört. Sie drängt sich neben ihn, sieht ihn wütend an und taucht ihren Löffel ebenfalls in die Suppe. Sie sprechen kein Wort, aber nach dem Essen holt der Mann für sie beide Kaffee und verabschiedet sich dann höflich. Erstaunt bedankt sich die Frau mit einem Lächeln.

Als sie ebenfalls gehen will, hängt die Handtasche nicht mehr am Haken unter dem Tisch. Also doch ein hinterhältiger Betrüger! Das hätte man sich doch gleich denken können. Mit rotem Gesicht schaut sie sich um. Er ist verschwunden. Aber am Nachbartisch sieht sie ihre Handtasche. Und einen Teller Suppe, inzwischen kalt geworden.

(Aus „Typisch – Kleine Geschichten für andere Zeiten“)

Wie sollen wir leben?

 

„Das, was größer ist als wir, lehrt alle Lebewesen, was sie tun sollen. Wir sind wie die Blumen. Wir leben und wir sterben, und aus uns selbst heraus wissen wir nichts. Aber das, was größer ist als wir, lehrt uns – lehrt uns, wie wir leben sollen.“ Indianische Weisheit

Gesegnete Pfingsten

Eine Schale will ich sein, empfänglich für Gedanken des Friedens -

eine Schale für dich, Heiliger Geist.

Meine leeren Hände will ich hinhalten, 
offen für die Fülle des Lebens -

leere Hände für dich, Heiliger Geist.

Mein Herz will ich öffnen, bereit für die Kraft der Liebe -

ein Herz für dich, Heiliger Geist.

Gute Erde will ich sein, gelockert für Samen der Gerechtigkeit -

gute Erde für dich, Heiliger Geist.

Ein Flussbett will ich sein, empfänglich für das Wasser der Güte -

ein Flussbett für dich, Heiliger Geist.

(Anton Rotzetter)

Gebet um den Heiligen Geist

Am Montag, 14.05.2018 trifft sich die Gruppe OASE um 19.00 Uhr in unserem Kloster zum Gebet um den Heiligen Geist. 

Wer mitbeten will, ist herzlich willkommen. Einlass ist an der Klosterpforte, Klostergasse 3.

Lebe es!

„Lebe das, was du vom Evangelium begriffen hast. Und wenn es auch noch so wenig ist. Aber lebe es!“  (Frère Roger von Taizé)